Meine Großglockner Wanderung: Top of Austria

Zu meinem Geburtstag habe ich mir einen Traum erfüllt und zwar eine Großglockner Wanderung! Ich wollte schon seit längerem das Großglockner Gipfelkreuz erklimmen und nun hab ich mir den Traum erfüllt! In diesem Blogbeitrag erzähl ich dir alle Details über unsere Route, meine Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung!

Die Route zum Großglockner Gipfelkreuz

Unser Bergführer, Christian Steger Jud, entschied sich für eine eher unbekanntere Route und zwar sind wir von der Lucknerhütte (2241m) gestartet und haben über den Normalweg den Großglockner bestiegen. Die bekannteste Route führt von der Stüdlhütte weg. Christian riet uns aber, dass wir unter 2500 Höhenmeter schlafen, um unseren Körper ausreichend Regeneration für die anstrengende Tour zu geben. Wir sind also von der Lucknerhütte bis zum Gipfelkreuz des Großglockners geklettert und die gleiche Route zurück am selben Tag. Genau gesagt haben wir bei 2241 Höhenmeter unsere Tour gestartet und sind in  ca. 5 Stunden am Gipfelkreuz vom Großglockner  (3798 m ) gewesen. Wir haben in einem Tag 1600 Höhenmeter nach oben und auch wieder nach unten hinter uns gebracht.

Vorbereitung

Die Tour war für Samstag vorgesehen, daher sind wir am Freitag Abend rauf zur Lucknerhütte gewandert. Mit im Gepäck war natürlich reichlich Sportnahrung und auch unsere Getränke. Die passende Kleidung ist natürlich auch ein Muss. Zur Ausstattung gehört auf jeden Fall ein gutes Schuhwerk (Bergstiefel), Steigeisen, Kletterhelm, Klettergurt, Seil, Karabiner, Rucksack, Warme Jacke, Regenjacke, Haube, Kletterhandschuhe. 

Am Abend vor der großen Tour haben wir noch ordentlich Elektrolyte und Kohlenhydrate (Carboloading) getankt. Es gab einen super leckeren Kaiserschmarren und ein alkoholfreies Weißbier (isoton). Wir raten von einem Alkoholkonsum im Sport ab, da der Alkohol die Regeneration verschlechtert und auch die Aufladung der Glykogenspeicher vermindert. Alkohol stört den Schlafrhythmus und die Schlafqualität; dadurch werden viele wichtige Reparaturmechanismen verhindert!  Wir haben versucht bald zu schlafen, leider war das aufgrund der ganzen Aufregung nicht möglich 🙂

Ernährung & Flüssigkeitsversorgung

Viele haben mich bereits auf Instagram gefragt wie ich mich bei so einer langen Bergtour mit Essen und Flüssigkeit versorge, also beantworte ich nun diese Frage. Das Frühstück ist auf jeden Fall ein ganz essentieller Faktor für eine ausreichende Energieversorgung bei so einer langen Belastung. Um 5 Uhr morgens viel zu essen und danach gleich zu wandern fällt mir allerdings etwas schwer, deswegen habe ich einfach ein paar Löffeln Haferflocken mit Joghurt und Banane gegessen. Dazu gab es natürlich eine große Tasse Kaffee! In meinem Rucksack hatte ich als Energieversorung 1,5 Liter Wasser mit Elektrolyttabletten darin, 1 Müsliriegel von Hafervoll (sehr reichhaltiger Riegel > 300 kcal/pro Riegel) , ein Fruchtmus von Hipp (Hippies) , einen Proteinriegel von Powerbar (Natural Energy Schoko Banane) , Cashewnüsse und ein Kohlenhydratgel ( daraus mache ich mir dann immer ein isotones Getränk) und Powergel Drops ( 5 Drops liefern so viel Energie wie ein Gel) von Powerbar!  Bei einer Hochalpin Tour sind die Pausen sehr sehr kurz, weil es für den Körper schwierig ist, nach einer langen Pause wieder in Fahrt zu kommen. Daher ist es wichtig, dass man sich mit energieliefernden Snacks, vor allem Kohlenhydraten, versorgt. Pro Stunde versuche ich immer ca 300 ml Flüssigkeit zu mir zu nehmen. Wir sind erst beim Rückweg in der Erzherzog Johann Hütte eingekehrt, wo ich dann gleich einen riesen Teller Pasta mit einem Skiwasser verzehrt habe.

Meine Ernährung an diesem Tag sah zeitlich ca so aus: 
Frühstück: 5:00  Uhr Müsli, Joghurt, Banane
Getränk: Wasser mit Elektrolyttabletten
Snack: nach den ersten 90 Minuten: 1/2 Kohlenhydratriegel von Hafervoll + Hippies (Fruchtmus)
Snack: nach weiteren 75 Minuten: Cashewnüsse, Powergeldrops
Snack: nach weiteren 75 Minuten Isotones Getränk mit Kohlenhydratgel, Proteinriegel
Snack: Beim Gipfelkreuz (nach ca 5. Stunden) 2te Hälfte von meinem Haferriegel

Verspätetes Mittagessen in der Hütte beim Abstieg.

Mein Feedback zu der Tour

Grundsätzlich fand ich die Tour sehr anstrengend. Die kurzen und seltenen Pausen waren für mich eine körperliche Herausforderung. Durchaus anstrengender war für mich aber die Höhe, also mental musste ich sehr kämpfen. Ich würde nicht sagen, dass ich an Höhenangst leide, aber ich fühle mich nicht total wohl in der Höhe, vor allem wenn es einige tausend Meter nach unten geht und man nur mit einem Seil bei den anderen gesichtert ist. Ich habe mich zu 100% auf mein Ziel fokussiert: Das Großglockner Gipfelkreuz. Mehrmals habe ich mir selbst gesagt..“du schaffst das..schau nicht nach unten..“! Zusammengefasst war es aber eine wahnsinnig coole Tour und eine tolle Erfahrung. Manchmal muss man einfach aus seiner Komfortzone herausgeholt werden! Hier nochmals ein großes Dankeschön an unseren Bergführer Christian.
Hier findet ihr noch einen kleinen Einblick in unsere Tour:

 

 

Danke an Christian Steger Jud & Jarred!

Alles Liebe
Jasmin

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