Die Fasten-Falle: Warum wir fasten anders definieren

Die Fastenzeit beginnt am 14. Februar und endet am 29. März.  Die Fastenangebote boomen derzeit. Das Angebot reicht von Fastenbüchern  über Fastenseminare bis hin zu Urlauben in Fastenhotels. Benötigt der Körper eine Fastenphase um sich zu regenerieren oder handelt es sich hierbei um eine Fasten-Falle? Wo liegt der Sinn dahinter?

Fasten-Falle? Das Wunder Mensch

Der menschliche Körper ist, wenn man die Physiologie und Biochemie dahinter genauer betrachtet, ein Phänomen. Er verfügt über Organe, wie Leber, Niere und Haut, die den Körper immer wieder reinigen bzw. entschlacken. Der Körper kann sich also selbst von Giftstoffen befreien (natürlich ist das aber kein Freibrief für übermäßigen Alkoholkonsum oder Rauchen). Daraus folgt, sämtliche Detox- und Fastenkuren sind, wenn es keine medizinische Indikation dafür gibt, nicht notwendig, sondern einfach eine gute Marketingstrategie.

WAS WIR VOM FASTEN HALTEN

Wir sind beide keine Fans von Fastenphasen, die sich auf den Verzicht von Lebensmittel konzentrieren. Eine Fastenzeit kann aber auf der anderen Seite Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung und einen gesunden Lebensstil erwecken. Allerdings stellt sich hier die Frage, wieso nur für 40 Tage lang und nicht generell bewusst den eigenen Lebensstil zu überdenken? 40 Tage auf einige Lebensmittel streng zu verzichten und dabei unrealistische Ziele zu setzen, entpuppt sich vermutlich bereits nach ein paar Tagen als Schwierigkeit und man kann nichts dagegen tun und nur mehr an diese „böse Schokolade“ denken. Viele wollen den Fastenzeitraum auch für eine Gewichtsabnahme nutzen und verzichten dabei auf bestimmte Lebensmittel um das Ziel schneller zu erreichen. Auch wenn in dieser Zeit eine Gewichtsabnahme erzielt wird, fallen die Meisten rasch in ihr altes Muster zurück und nehmen schlagartig wieder an Gewicht zu – hierbei sprechen wir vom sogenannten Jojo-Effekt.

Daher werfen wir nun die Frage zum Nachdenken in den Raum: Was ist eigentlich mit den anderen 325 Tagen im Jahr?

Unsere Fasten Vorsätze

Wir wollen in der Fastenzeit einen Fokus auf unsere Lebensqualität legen und fasten bei Dingen, die uns nicht gut tun. In der heutigen Zeit glauben die Meisten, immer erreichbar sein zu müssen (einschließlich uns). Leider neigen viele dazu sich selbst den größten Stress zu machen, indem alle Emails und Nachrichten so schnell wie möglich beantworten werden müssen.  Derzeit haben wir sehr viele Projekte am Laufen und versuchen Privates sowie auch Business unter einen Hut zu bekommen. Der kleine Hacken dabei, fehlende Zeit für sich selbst. Oft müssen wir uns selbst erinnern, dass wir uns Zeit für uns selbst nehmen, um unsere Lebensqualität zu erhalten oder gar zu verbessern.

Unsere Fastenvorsätze decken sich zunehmend mit unseren Neujahrsvorsätzen (nähere Infos dazu findest Du hier! ). Kurz gesagt „fasten“ wir einfach unsere Zeit, die wir mit Social Media beziehungsweise unserem Handy verbringen. Wir wollen uns bewusst eine Handy-Freie-Zeit nehmen, wo wir nicht erreichbar sind und keine Kommentare oder Emails beantworten (Stichwort Digital Detox). Ein weiteres Fastenziel, welches wir uns gesetzt haben, ist ein bewusstes Abschalten von negativen Gedanken. Wir arbeiten beide ehrenamtlich für den Verein Chronisch Krank und haben daher viel Erfahrung mit Menschen, die einen schweren Leidensweg vor sich oder hinter sich haben. Nach jedem Beratungstag, den wir dort haben, wird uns wieder bewusst wie gut es uns eigentlich geht. Wir wollen deshalb darauf achten, auch aus schwierigen Situation das Beste zu machen und positiver denken.

Was sind Deine Fasten Ziele? Lass es uns wissen!

 

 

 

 

Liebe Grüße

Jasmin & Carmen

 

 

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